Wappen Bogenschützenkorps

Das Bogenschützenkorps

Vergangenheit und Gegenwart vereint


Das Bogenschützenkorps ist so etwas wie das "Familienkorps" der Bürgergilde Munster. Es ist das einzige Korps, in dem neben Männern und Frauen auch Kinder jeden Alters Mitglied sein können.

Natürlich hat beinahe jeder schon mal als Kind mit einem selbstgebauten Bogen geschossen und kennt auch alle Geschichten über Robin Hood. Das Bogenschießen als Sport hat heute nicht mehr viel mit Verteidigung und Nahrungsbeschaffung zu tun. Auch den guten alten "Flitzebogen" findet man heute sehr selten auf einem Turnierplatz. Sportbögen von heute sind Präzisionssportgeräte.

Warum Vergangenheit und Gegenwart vereint?

Im Bogenschützenkorps haben sich Sportler zusammen gefunden, die nicht nur den Turniersport mit dem Bogen betreiben, sondern auch nach Art der mittelalterlichen Bogenschützen mit dem Blankbogen schießen, mit dem Schwert "hantieren" und bei Veranstaltungen auch in der entsprechenden Gewandung auftreten.
Aber dazu mehr weiter unten auf dieser Seite, zuerst einmal zur Gegenwart.

Compoundbogen

Wie wird man nun ein guter Bogenschütze ?

Bisher war es relativ einfach auf Fachchinesisch zu verzichten, aber nun kommt der erste Begriff ins Spiel. Nämlich das Zuggewicht eines Bogens. Das Zuggewicht ist die Kraft, die aufgewendet werden muß, um einen Bogen bis zur Pfeillänge ausziehen und halten zu können. Die Maßeinheit dafür ist das englische Pfund (lb.). 1 lb. entspricht 453,6 g.

Um nun in einem Turnier im Freien auf allen Entfernungen sicher treffen zu können, benötigt man ein Zuggewicht von 38 - 45 lbs, das sind etwa 19 - 22 Kg ! Diese Zuggewicht muß man dann nur noch maximal 144 mal (4 Entfernungen á 36 Pfeile) überwinden und schon ist man der strahlende Sieger.

Leider ist es nicht ganz so einfach. Als Anfänger verwendet man Zuggewichte zwischen 18 und 22 lbs, damit man sich ohne allzu großen Kraftaufwand erst einmal der Technik des Bogenschießens widmen kann. Beherrscht man die Technik, so wird das Zuggewicht nach und nach erhöht. Dafür benötigt man etwa 12 bis 18 Monate. Bogenschießen erfordert nämlich Geduld !

Was brauche ich an Ausrüstung und was kostet das ?

Niemand wird sich als Anfänger sofort einen eigenen Bogen kaufen, vielmehr bieten beinahe alle Bogensporthändler ein sogenanntes Leihbogenprogramm an. Dort kann man sich für jeweils 6 Monate einen Bogen leihen (ca. 20 - 50 EUR). Mit diesem Bogen trainiert man die Schießtechnik.

Pfeile

Die Erhöhung des Zuggewichtes wird durch Austausch der Wurfarme erreicht (zwischen 0 und 15 EUR je Tausch). Nun benötigt man zum Schießen natürlich auch Pfeile. Am Anfang reichen 6 Stück erstmal aus (ca. 5 EUR pro Pfeil).

Nun noch etwas für die eigene Sicherheit. Damit die Fingerkuppen, die die Sehne halten, nicht so schnell abnutzen, verwendet man einen Fingerschutz (Tab).

Und als vorerst letzten Ausrüstungsgegenstand empfiehlt sich ein Armschutz, um den früher bei Anfängern üblichen blauen Flecken am Bogenarm zu entgehen.

Und nun etwas zur Vergangenheit

Mittelalter

Sportbögen von heute sind mit allerlei technischen Raffinessen ausgerüstet um die Treffsicherheit zu erhöhen. Eigentlich hat der erste Bogen aber weder ein Visier noch ausgetüftelte Stabilisatoren gehabt, sondern war "blank" und bestand "nur aus einem Stück Holz".
Da so ein Blankbogen und vor allem die Art damit zu schiessen, sich grundlegend von der moderner Sportbögen unterscheidet, ist es also eine Herausforderung damit zu schiessen.
Und damit das Schiessen mit diesem Bogen bei Veranstaltungen auch richtig zur Geltung kommt, gehört natürlich die richtige Kleidung oder besser Gewandung dazu.

Damit die Ausrüstung eines mittelalterlichen Bogenschützen komplett ist, gehört natürlich noch ein Schwert dazu. Wer Interesse hat, kann bei uns auch in die Kunst des Schwertkampfes eingeweiht werden.

Grundsätzlich sind wir immer gerne bereit Sie auch bei Ihren Vorhaben wie Geburtstage, Feiern und ähnliches zu unterstützen, die momentane Zahl der Aktiven läßt allerdings eine Unterstützung solcher Vorhaben nicht zu.

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