Maifest 2026
30 Jahre Maibaum wird würdig begangen
Als Mitglieder des Schwarzen Korps vor Jahrzehnten die Idee hatten, in den Mai zu tanzen und am Ersten des Wonnemonats einen Maibaum aufzustellen und dieser Plan mit großer Unterstützung der
Gildeführung und von Bürgermeister Alfred Schröder 1996 zum ersten Mal umgesetzt wurde, ging es tatsächlich ums „Maibaumaufstellen“, als man sich um das Objekt auf dem Friedrich-Heinrich-Platz
versammelte. Inzwischen ist der Maibaum mit den Vereinswappen so etwas wie das Zeichen des nicht hoch genug zu schätzenden Miteinanders in der Stadt geworden. Vom Schützenverein über Sportvereine bis
hin zu den Landsmannschaften. In den Mai wird auch nicht mehr auf dem Friedrich-Heinrich-Platz getanzt - das geschieht jetzt auf dem Schützenplatz – und der Baum wird auch nicht mehr life
aufgestellt. Der steht schon mit den Wappen versehen und kann das ganze Jahr hindurch bewundert werden. Auch in diesem Jahr trafen sich zur Walpurgisnacht wieder viele nicht nur junge Leute, um das
Tanzbein zu schwingen. Dabei wetteiferten die beiden Discjockeys, von denen einer die Tanzfläche unter freiem Himmel bespielte und der andere die Tanzfreudigen mit seinen Hits in die Festhalle zu
locken suchte. Außerdem rollten bereits die ersten US-CARS an, denn die Bürgergilde hatte erneut zu einem US-CAR-Treffen auf den Schützenplatz eingeladen. Auch in Amerika gibt es Wohnmobile und
manche hatten eben Zelte und klappbare Möbel im Kofferraum und machten es sich bei dem herrlichen Wetter in der Örtzestadt gemütlich. Und am Tag der Arbeit mussten auch die Schützen, die in den Mai
hineingetanzt hatten, bald aus den Federn, denn um 10.00 Uhr hatte der Korpsführer des Schwarzen Korps Mario Pietsch Antreten befohlen und nach drei Salutschüssen der Kanoniere wurde der Maibaum als
aufgestellt erklärt und eine Gedenktafel enthüllt. Diese ehrenvolle Aufgabe durften Peter Naß und Rainer Denkmann übernehmen, die vor 30 Jahren Verantwortung im Schwarzen Korps trugen. Zuvor hatten
1. Gildeherr Marco Tews und Bürgermeister Ulf-Marcus Grube an die Historie des Maibaumaufstellens bzw. die unschätzbare Bedeutung des Vereinswesens für die Stadtgesellschaft gewürdigt. Außerdem wurde
der neue Stadtkönig Sascha Bauer und die frisch gebackene Stadtdamenbeste Sabine Krause gewürdigt. Nach einem Umtrunk setzte sich der Schützenzug, in dem erfreulich viele Kinderschützen
mitmarschierten, nach den Klängen des Stichter Musikzuges in Bewegung. Und hinter dem Festzug versammelte sich ein US-CAR nach dem anderen, die von überall her sich auf dem Schützenplatztreffen
wollten. Tatsächlich waren es inzwischen über 200 Fahrzeuge, die dort aufgefahren waren und bewundert werden konnten. Es kamen aber immer noch welche angerollt und die Nummernschilder verrieten, dass
manche von weit her angereist waren. Sogar von Rhein, Main und Donau. Die CAR-Besitzer*innen freuten sich offensichtlich auf das Wiedersehen und diejenigen,die lediglich gern so ein Gefährt ihr Eigen
nennen würden, waren glücklich, diese Fahrzeuge bestaunen zu dürfen. Bis in den späten Nachmittag hinein wurde überall gefeiert und die Aufpasser sammelten Spenden für die Jugendarbeit der DLRG. Das
30. Maibaum-Jubiläum, das bei herrlichem Wetter über die Bühne ging, bleibt bei vielen in angenehmster Erinnerung.
(Dietrich Breuer)
MP3-Audiodatei [52.9 MB]